Biografisches

Am 21. September 1973, einem warmen, sonnigen Spätsommertag, hatte ich es plötzlich sehr eilig und bin deshalb beinahe in einer Heidelberger Bäckerei zur Welt gekommen, da meine Mutter unbedingt noch Zwetschgenkuchen kaufen wollte. Auf dem Weg ins Krankenhaus wurde dann noch eifrig über meinen Namen diskutiert – und man entschied sich schließlich für Bettina. Nichtsdestotrotz haben meine Eltern diesen Namen nur benutzt, wenn ich wieder etwas Fürchterliches angestellt hatte. Ansonsten war ich zu Hause immer nur die Tina.

Bücher schreiben – das will ich auch!

Da ich in einem Haus voller Bücher aufwuchs – beide Eltern Germanisten, der Papa Deutschlehrer, die Mama Deutschlehrerin - , lag es nahe, dass ich mir schon in frühen Jahren dunkle Regentage damit vertrieb, zu lesen, zu lesen und zu lesen, bis ich mit 12 beschloss, selbst Bücher zu schreiben. Und das tat ich dann auch.
Ansonsten eher das Übliche: Nach dem Umzug nach Speyer Grundschule, Gymnasium (altsprachlich! puh!), 1993 Abitur, von 1993 bis 2001 Studium der Germanistik und Geschichte – zunächst auf Lehramt in Mainz, dann Magister in Heidelberg und Mannheim mit medienwissenschaftlichem Schwerpunkt, da ich bereits seit 1996 mit dem Schreiben für die Presse Geld verdiente und mir klar wurde, dass ich das auch in Zukunft tun möchte.

Lehr- und Wanderjahre für die Tageszeitung

Ich tingelte also von 1996 bis 2001 als Freie Mitarbeiterin für die Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ durch die Lande, vorwiegend für das Ressort Kultur, betreute die Speyerer Jugendseite und absolvierte schließlich von 2001 bis 2003 mein Volontariat. 2001 hab ich irgendwie noch meine Magisterarbeit (Thema: Literaturverfilmung – ich bastelte aus Kleists „Penthesilea“ ein Drehbuch) und mein Examen dazwischen gequetscht.
Von 2003 bis 2005 arbeitete ich als fest angestellte Redakteurin, bis ich mich im Frühjahr 2005 als Freie Journalistin und Texterin für verschiedene Auftraggeber (Tageszeitung; Internetmagazine; Künstler) selbstständig machte. Im Frühjahr 2007 folgte ich schließlich dem Ruf der Wildnis und zog von der Stadt aufs platte Land in den Westerwald.

Mein Blog und ein kleines Wunder

2008 entdeckte meine Agentin meinen Blog, auf dem ich Auszüge meiner Bücher vorgestellt hatte, und beschloss nach genauerem Prüfen meiner Manuskripte, mich zu vertreten. So startete ich fünf Wochen nach der Geburt meines Sohnes ins Autorendasein (und ich liebe es).
Wenn ich nicht schreibe oder meinen Sohn bespaße, sitze ich auf dem Pferd, misshandle meinen Garten oder stromere durch die Natur – und beim Reiten kommen mir meistens auch die besten Ideen für meine Bücher. Manchmal auch unter der Dusche.